Mittwoch, 4. April 2007

Alles Logo?

Woran erkennt man eine gute Marke? An ihrem Bildlogo - würde man halt als Normalsterblicher meinen. Also gut, die Gehirnwäscheabteilung der EBEL will uns jedes Jahr wieder einreden, wie gut die Liga nicht ist, wie toll sie nicht funktioniert und wie glücklich wir uns nicht schätzen können, dass es sie gibt.

Dass an dieser Liga ganz wenig Gold glänzt, sollte mittlerweile dem letzten Geblendeten klar geworden sein, es gibt so viel anzupacken, dass eigentlich im Zentrum der EBEL Macht, im Salzkammergut (Ebensee, ganz zufällig auch mein Heimatort) die Köpfe vor Arbeit nur so rauchen müssten. Ich bezweifle aber dass sie das tun.

Unsere Liga - schon alleine das Logo ist ein Spiegelbild ihrer Unprofessionalität. Man wagt das EBEL Logo kaum zu veröffentlichen, so schlimm ist es. Aber da müssen wir jetzt durch:

Das ist es also - das unglaublich tolle Logo unserer Liga. Ob sich hier wirklich jemand hingesetzt und dieses Unding designed hat? Wenn ja, dann hat dieser Verbrecher an der Optik hoffentlich einen Job gefunden, der besser zu ihm passt. Das ist kein Logo, das ist im besten Fall das Logo des Hauptsponsors ergänzt um zwei Wörter und einem komischen Bogen.

Um wieder mal auf die großen Vorbilder zurückzukommen müssen wir nicht weit schauen, wie man es besser machen könnte - ja genau, nach Deutschland. Die DEL hat ein einfaches, dafür aber leicht zu merkendes Logo, eine Marke, die man erkennt. Und dafür hat man auch wirklich gearbeitet. Bei jeder TV Übertragung wird das Logo leicht transparent unten rechts eingeblendet (egal auf welchem Sender übrigens) - man weiß, es geht um die DEL. Kein normaler Fernsehsender wird das obige Logo aus der EBEL freiwillig ständig einblenden. Gratis Werbung für eine der größten Banken des Landes? Sicher nicht!

Damit sind wir wieder beim grundsätzlichen Problem: das österreichische Eishockey verkauft sich einfach zu billig. Ligasponsor schön und gut, aber alles im Rahmen. Nicht in der Bildmarke bitte, so etwas habe ich persönlich in den größeren Eishockey Ligen überhaupt noch nie gesehen. Warum kann man das nicht anders lösen? Vielleicht weil es niemandem in der Liga auffällt?

Man kann an allem etwas aussetzen, das stimmt. Aber Erfolg fängt im Kleinen an und
in der EBEL fehlt es immerhin an allen Ecken und Enden. Erst wenn das Produkt konsequent und professionell aufgestellt ist, kann man erwarten, dass es sich in andere Dimensionen bewegt. "Professionell" - davon sind wir in Österreichs Eishockeylandschaft so weit entfernt wie China vom Kapitalismus. Schade eigentlich.

Aber es hätte schlimmer kommen können - so nämlich:

oder so vielleicht:




Das hat nämlich alles unsere EBEL bzw. die Agentur der EBEL verbrochen. Also drei Kreuzzeichen und hoffen, dass wir schon bald wieder mit so etwas Wunderbaren beglückt werden. Da freue ich mich ja fast darüber, dass unser Eishockeyverband immer wieder neue Ideen zustande bringt und von gar niemandem abkupfert...


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